Zum Jubiläum des Friedrich-Spee-Gymnasiums wird die Schulgeschichte lebendig

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In der Alten Aula des Friedrich-Spee-Gymnasiums, in der die lange Geschichte der Schule greifbar wird, nahm der Projektkurs der Jahrgangsstufe Q1 sein Publikum am Montagabend mit auf eine Zeitreise: Das FSG im Laufe der letzten 100 Jahre. Damit fand ein weiterer Veranstaltungshöhepunkt im Jubiläumsjahr des Gymnasiums statt.

Besonderer Gast war der ehemalige Schulleiter Dr. Hans-Günther Bracht, der den Abend mit Berichten und Anekdoten aus seiner Zeit als Schüler, Lehrer und Schulleiter des FSG bereicherte.

Die Schülerinnen und Schüler präsentierten vor einer gut gefüllten Aula anschaulich, wie sich die Schule in den letzten 100 Jahren entwickelt hat. Themen waren unter anderem die Schulgründung im Jahr 1926, die als „Glücksfall“ bezeichnet werden kann, und die Rolle der Mädchen, die von Anfang an an der eigentlich für Jungen eingerichteten Schule geduldet wurden, um die notwendige Schülerzahl für die Schulgründung zu erreichen.

Die Entwicklung des Unterrichts von „Kreide zu KI“ wurde ebenfalls beleuchtet. Es zeigte sich, dass viele Traditionen, die das Schulleben am FSG heute ausmachen und die Schülerschaft prägen, bereits vor 100 Jahren grundgelegt wurden: Theater-AGs, Schulorchester, Chöre, Sportveranstaltungen, … Die Bedeutung dieser Traditionen und Aktivitäten am FSG wurde von Dr. Bracht besonders hervorgehoben, denn sie „prägen den Menschen“.

Auch dunkle Kapitel in der Geschichte des FSG, wie die Zeit des Nationalsozialismus, wurden von den Schülerinnen und Schülern nicht ausgespart und allen Beteiligten war wichtig zu betonen, dass die Erinnerung an diese Zeit lebendig gehalten werden muss, um auch heute wachsam auf die Demokratie achten zu können.

Ein weiterer wichtiger Baustein, den die Schülerinnen und Schüler präsentierten, war das Thema „Integration“, für das das FSG bereits seit den 50er-Jahren bekannt ist. An der Schule wurde vielen verschiedenen Gruppen, wie zum Beispiel Flüchtlingen aus der ehemaligen Sowjetunion, „Boat people“ aus Vietnam oder auch Spätaussiedlern teilweise in extra eingerichteten Sonderlehrgängen der Weg zum Abitur und zu einer erfolgreichen Integration ermöglicht. Auch der Blick auf die aktuellen Herausforderungen im Zusammenhang mit der Integration und die pädagogische Arbeit am FSG kam nicht zu kurz.

Spannend waren auch die Berichte über die Entwicklung und die Bedeutung des Abiturs sowie die Vorstellung eines Podcasts, in dem ehemalige Schülerinnen und Schüler zu ihrer Zeit am FSG interviewt werden und der noch eine weitere Folge mit dem amtierenden Bundeskanzler und ehemaligen Schüler des FSG, Friedrich Merz, bekommt.

Das abschließende Fazit von Dr. Bracht, „das FSG zeichnet aus, dass es sich um seine Schülerinnen und Schüler kümmert“, fand große Zustimmung beim Publikum, das einen informativen und kurzweiligen Abend erlebte und viele neue Informationen über die Entstehung und Entwicklung des FSG mitnehmen konnte.

Die ausführlichen Ergebnisse der Projektkursarbeiten zur Schulgeschichte können über die folgenden QR-Codes abgerufen werden: