Chemie-Kurse auf Exkursion bei Westkalk
Wie wird aus uraltem Gestein moderner Baustoff und was hat das Sauerland mit der weltweiten Meeresversauerung zu tun? Diesen Fragen gingen der Chemie-Grundkurs der Einführungsphase sowie der Chemie-Leistungskurs der Q1 bei einer Werksbesichtigung des Traditionsbetriebs WESTKALK in Kallenhardt nach. Nach der Begrüßung durch den Technischen Leiter, Herrn Dr. Guido Mausbach, führte ein Unternehmensfilm in die Geschichte des Betriebs und die Abbautechnik des Gesteins ein. Im anschließenden Vortrag lernten die Schülerinnen und Schüler die Geologie des Millionen Jahre alten devonischen Massenkalks kennen. Neben rechtlichen Themen wie dem Grundwasser- und Immissionsschutz passte Dr. Mausbach die chemischen Inhalte perfekt an den Unterricht an, indem er den Kohlenstoffkreislauf und die anthropogen verursachten Folgen der Meeresversauerung auf maritime Lebewesen mit Kalkskeletten erklärte.
Nach einer obligatorischen Sicherheitsunterweisung ging es für die Gruppe mit Helm und Weste ausgerüstet direkt auf das weitläufige Werksgelände. Beim Rundgang erlebten die Jugendlichen hautnah den Weg des Rohstoffs durch einen beeindruckenden Blick in den tiefen Steinbruch und die Besichtigung der riesigen Brecheranlagen zur Gesteinszerkleinerung. Ein besonderes chemisches Highlight war das Branntkalklöschen, bei dem die Freisetzung der Reaktionswärme vor Ort beobachtet werden konnte. Neben den gewaltigen Baumaschinen und den Abläufen der modernen Kundenabfertigung stand am Ende auch die spätere Renaturierung des Geländes im Fokus. So wurde deutlich, wie Industrie und Naturschutz Hand in Hand gehen können.







