Heute hier, morgen da und vieles, das doch bleibt, wie es war!
Am FSG Rüthen wurden am letzten Schultag wie schon so oft liebgewonnene und fachlich und menschlich sehr geschätzte Mitglieder der Schulgemeinschaft verabschiedet.
Albert Schröder hat in seiner Zeit am FSG viele Verabschiedungen musikalisch begleitet und ihnen einen feierlichen und emotionalen Rahmen verliehen und so war es für Albert ganz selbstverständlich, dies auch bei seiner eigenen Verabschiedung zu tun. Ein Lied stand dabei besonders im Fokus: „Heute hier – morgen da“ von Hannes Wader. Dieses Lied sang er nicht nur und begleitete er mit der Gitarre, sondern er präsentierte dem Publikum seine eigene Interpretation des Stücks – bezogen auf seine Rolle als „Doppelagent“ in Warstein. So war Albert viele Jahre nicht nur am FSG Rüthen, sondern am Gymnasium in Warstein tätig. Dieses stete Pendeln hat ihm immer viel Freude bereitet und er hat beide Schulen als sich ergänzend wahrgenommen – nie als Konkurrenz. Die Zeilen des Liedes spiegeln seine Haltung wider: Heute an einem Ort, morgen an einem anderen, stets mit der Überzeugung, dass beide Orte sich ergänzen und gegenseitig bereichern und dass Nähe und Distanz in ausgewogener Balance bleiben.
Albert Schröder verstand es, Religion als gemeinsame Sprache zu vermitteln – jenseits von Konfessionen und Grenzen. Oder um es mit Alberts Worten zu sagen: „Jesus kann schließlich auch nur predigen…“. Unter seiner Leitung wurden Gottesdienste zu lebendigen Lern- und Begegnungsräumen. Er verstand es, Rituale zu gestalten, die Schülerinnen und Schülern Perspektiven jenseits des Alltags eröffneten und die Werte des Miteinanders in den Mittelpunkt stellten. Er verankerte das Bibeldorf in Rietberg als außerschulischen Lernort langfristig im Fahrtenprogramm für die Klasse 6 und ermöglichte so vielen Schülergenerationen einen praktischen Einblick in die biblische Geschichte und das historische Alltagsleben.
Musik begleitete ihn nicht nur im Klassenzimmer, sondern als integrales Element seines Lebens. Diese Leidenschaft ließ er in den Unterricht und in schulische Feierlichkeiten einfließen. Deshalb verwundert es auch nicht, dass er nebenbei noch die Fachschaft Musik unterstützte und Musik unterrichtete.
Nach mehreren Jahrzehnten engagierten Unterrichts, künstlerischer Gestaltung von Gottesdiensten und überkonfessioneller Arbeit geht Albert nun in den wohlverdienten Ruhestand. Die Abschiedsfeier war geprägt von Humor, Dankbarkeit, vielen warmen Worten und gemeinsamen Erinnerungen. Zum Abschied erhielt Albert Konzertkarten für eine A-Capella-Band in der Friedenskirche Münster. Ein Symbol dafür, wie Musik Gemeinschaft stärkt, Freude schenkt und Erinnerungen wachhält.
In der emotionalen Abschiedsfeier am letzten Schultag bedankte sich das Lehrerkollegium von einem weiteren Unikat des Friedrich-Spee-Gymnasiums: Heike Warnecke-Tillmann verlässt das FSG Rüthen nach vielen Jahren engagierter Unterrichtstätigkeit. Fachlich exzellent, menschlich inspirierend und international geprägt, hat sie das Fach Französisch auf ein neues Niveau gehoben und sich zugleich stark für DAZ-Unterricht eingesetzt. Mit Alltagsnähe, Innovation und Geduld begleitete Heike ihre Lernenden und hielt den Enthusiasmus und die Leidenschaft für die französische Sprache aufrecht. Sie organisierte vielfältige Studienfahrten, Austauschprogramme und Sprachwettbewerbe, wodurch Lernende echte internationale kulturelle und sprachliche Erfahrungen sammelten. Auch ihr eigener Lebensweg war durch Interkulturalität geprägt, denn Heike hat in Italien und China gelebt, was ihr Unterrichtskonzept nachhaltig prägte und den Blick auf interkulturelle Verständigung bereicherte.
Heike prägte das FSG und ihren Fachunterricht maßgeblich durch ihre Kreativität und Begeisterung. In der Fachschaft Biologie zeigte sie großen Wissensdurst und fachliche Neugier zu vielen unterschiedlichen Themen – so facettenreich wie ein Insektenauge. Durch Heikes Wirken fanden die Naturwissenschaften im DAZ-Bereich eine klare Etablierung.
Die Verabschiedungsfeier war von vielen guten Wünschen aus der Schülerschaft geprägt. Die Lernenden bedankten sich für ihren Einsatz, ihre Kreativität und Offenheit und für ihre Förderung. Auch das Kollegium und die Fachschaften Französisch und Biologie bedankten sich mit einem gemeinsamen Essen, einem Abo für eine wissenschaftliche Fachzeitung und einem Gutschein für ihre fachliche Kompetenz, ihr Engagement und ihre Kreativität.
„Ohne dich ist alles doof oder mit dir war das letzte Schuljahr umso schöner“ – für Kira Eske, Bufdi am Friedrich-Spee-Gymnasium Rüthen endet der gemeinsame Weg zum Ende des Schuljahres. Mit ihrem Engagement hat sie Spuren hinterlassen und gezeigt, wie solidarische Jugendarbeit Schule lebendig macht. Bufdi-Stellen dienen der pädagogischen Förderung junger Menschen, der Unterstützung von Lehrkräften im Unterricht sowie der Mitwirkung bei schulischen Projekten und Veranstaltungen. Kira hat sich in dieser Rolle vielfältig eingebracht und das Schulleben aktiv unterstützt. Durch ihren Einsatz im Unterricht, die Begleitung von Projekten und die individuelle Förderung der Schülerinnen und Schüler hat sie das Lernklima am FSG positiv beeinflusst. Ihre Geduld und Zugewandtheit war bei den Lernenden sehr beliebt, weshalb sich diese am letzten Schultag ausführlich bei Kira bedankten. Kira hat außerdem den DAZ- Bereich maßgeblich unterstützt und war an der Planung und Durchführung des Schulfestes beteiligt. Der Abschied bedeutet keineswegs Abschied von der Schule insgesamt. Kira möchte Lehrerin werden und Kunst auf Lehramt studieren- wir wünschen ihr dafür alles Gute!
Auch für Alex Düsterhus endet der gemeinsame Weg am FSG zum Ende des Schuljahres. Als Vertretungslehrer für die Fächer Englisch und Philosophie hat er das Kollegium seit November 2025 durch seine Flexibilität und Verlässlichkeit sehr unterstützt. Sein Engagement zeigte sich aber auch außerhalb des reinen Unterrichtsgeschehens: ob Projekttage, Schulveranstaltungen oder außerschulische Aktivitäten – er brachte sich aktiv ein und trug zur positiven Schulkultur bei. Auch sportlich zeigte er viel Einsatz, indem er die Volleyball-Schulmannschaft unterstützte und beim Mitternachtsturnier eine beeindruckende Leistung zeigte. Die Verabschiedung wurde von Dankbarkeit, Solidarität und guten Wünschen getragen. Das Kollegium würdigte seine ruhige und ausgeglichene Art, sein Engagement, seine Zuverlässigkeit und seinen Teamgeist und wünscht ihm alles Gute für seine Zukunft.
Einen weiteren Abschied in der Schulgemeinschaft gab es bereits zu Beginn des Jahres: Unsere langjährige Mitarbeiterin im Schulsekretariat Carina Bocklitz ist in die Stadtverwaltung der Stadt Rüthen gewechselt. Zusammen mit Stephan Mekus bildete sie das Sekretariatsteam und unterstützte Schülerinnen und Schüler, Eltern und Lehrkräfte bei organisatorischen Fragen und Problemen. Mit ihrer offenen und freundlichen Art war sie immer ein kompetenter und gewissenhafter Ansprechpartner in allen Bereichen der Schulverwaltung. Wir wünschen Carina Bocklitz bei ihrer beruflichen Weiterentwicklung alles Gute, Glück und Zufriedenheit!







