Mobiles Theaterstück gegen Mobbing und Cybermobbing an den weiterführenden Schulen in der Stadt Rüthen
Am 08.12.2025 konnten die Schülerinnen und Schüler der Jahrgangsstufen 5 und 6 vormittags das Theaterstück „Lisas Welt 24/7“ in der Alten Aula des Friedrich-Spee-Gymnasiums erleben. Dieses mobile Präventionsstück widmet sich auf eine einfühlsame und nachvollziehbare Weise den Themen Mobbing und Cybermobbing. Schülerinnen und Schüler der Sekundarschule Rüthen erhielten am folgenden Vormittag ebenfalls dieses Angebot an ihrer Schule.
Die Aufführungen des Theater Maximal boten den Schülerinnen und Schülern einen wichtigen Impuls, sich mit den Gefahren und Auswirkungen von Mobbing in ihrem schulischen, persönlichen und medialen Umfeld auseinanderzusetzen. In der Geschichte von Lisa und Jonas werden parallel zwei Schicksale erzählt, die verdeutlichen, wie schnell und unbemerkt Mobbing – auch im digitalen Raum – eskalieren kann. Die Handlung fördert das Verständnis und die Empathie der jungen Zuschauer für die betroffenen Protagonisten und zeigt gleichzeitig mögliche Lösungswege auf. Das Stück hat verdeutlicht, wie wichtig es ist, hinzusehen und einzugreifen, sei es als Betroffene, Mitbeteiligte oder als Außenstehende.
Im anschließenden Gesprächsforum zeigten die Schülerinnen und Schüler in ihren engagierten Beiträgen, dass sie bereits ein gutes Gespür für typische Dynamiken und Risikosituationen haben, die sie im Stück aus der Perspektive Betroffener wahrnehmen und reflektieren konnten. Was kann ich tun? So lautete u.a. eine einfache Frage des Theaterpädagogen Philipp Maurer, woraufhin die Schülerinnen und Schüler breit gefächerte Antworten gaben, die gemeinsam durchdacht wurden. Dabei stellte der Theaterpädagoge mehrfach den Bezug zur konkreten Situation der beiden Protagonisten her.
Am selben Abend um 18 Uhr konnten die Eltern gemeinsam mit der Elternschaft der Sekundarschule Rüthen eine weitere Aufführung des Stücks zu besuchen. Die Teilnehmerinnen und Teilnehmer zeigten sich in der Gesprächsrunde mit den drei Theaterpädagogen einerseits begeistert von der Art der Inszenierung und den schauspielerischen Leistungen, brachten aber auch ihre Sorgen und Emotionen offen in die Diskussion ein. So konnte der Elternabend ein Stück weit dazu beitragen, mögliche Anzeichen besser einzuschätzen, Gesprächsanlässe zu erkennen und die Herausforderungen der digitalen Kommunikation der eigenen Kinder noch besser zu verstehen.
Ein besonderer Dank geht an die Bürger Stiftung Rüthen, die die Veranstaltungen gesponsort hat, sodass der Eintritt für alle Teilnehmer kostenlos war. Franz-Josef Wessel, der Vorsitzende des Stiftungsrats hatte bereits im Frühjahr beide Schulen auf das Projekt aufmerksam gemacht und die Kontakte geknüpft. Volker Dumschat nahm stellvertretend für die Stiftung an dem Abend teil.



