Klima-AG am Rüthener Gymnasium: Schüler bleiben am Ball

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Tageszeitung “Der Patriot” vom 15.10.2021 / Paula Schulenberg

Solarstrom vom Schuldach, Recyclingpapier und eine eigene Instagram-Seite: Mit Projekten an der eigenen Schule möchten die Mitglieder der Klima-AG am Rüthener Friedrich-Spee-Gymnasium in diesem Schuljahr erneut aktiv werden.

Nach den vergangenen Sommerferien konnten sie nun auch coronabedingt endlich wieder richtig durchstarten: Ideen für Aktionen sind gesammelt und neue Mitglieder angeworben worden. Doch was verbirgt sich eigentlich genau hinter dieser Rüthener Klima-AG? Um auf die Anfänge zu schauen, ist ein Blick ins Jahr 2020 notwendig: Unter dem Titel „Klima 2.0. Was kommt! Was tun?“ informierte der Meeresbiologe und Klimaexperte Udo Engelhardt im Rahmen einer Schulveranstaltung am Friedrich-Spee-Gymnasium über die Klimakrise, ihre Auswirkungen und mögliche Lösungen.

Kein Umdenken nach alarmierendem Vortrag

„Auch nach dem Vortrag von Dr. Udo Engelhardt waren noch keine wesentlichen Einstellungs- und Verhaltensveränderungen bei dem Großteil unserer Mitschüler zu erkennen“, erklären Leander Umezulike und Yannick Waltemode. Das haben die beiden damaligen Zehntklässler 2020 zum Anlass genommen, eine eigene AG zu gründen, die das Thema Klimawandel und Klimaschutz in den Fokus rückt. Unter dem Motto „Was wir heute tun, entscheidet, wie die Welt morgen aussieht!“ stehen gleich drei wesentliche Ziele auf der Agenda der AG. So soll etwa die Relevanz des Themas „Klimawandel und Klimaschutz“ in der Schule und darüber hinaus verdeutlicht werden.

Schüler sollen angeregt werden, ihr eigenes Verhalten zu reflektieren und bestenfalls auch zu ändern und sich selbst aktiv für den Klimaschutz einzusetzen.

Zweites Ziel ist die Teilhabe auf politischer Ebene für nachhaltige ökologische Veränderungen und Erneuerungen.

Auch hat es sich die AG zur Aufgabe gemacht, Klimaschutz-Projekte an der eigenen Schule zu initiieren und möglichst klimafreundlich und nachhaltig umzusetzen.

Bevor es nach der Gründung der AG an die Realisierung konkreter Projekte gehen konnte, hatte Corona den Plänen jedoch einen Strich durch die Rechnung gemacht.

Einzelne Projekte, wie die Idee, Solarstrom auf dem Schuldach zu erzeugen, wurden in Teilgruppen weiter verfolgt. Doch Treffen und Absprachen innerhalb der ganzen AG waren coronabedingt nicht mehr möglich.

Nach den Sommerferien ging es für die Mitglieder der Klima-AG dann aber wieder richtig los. Es kam zur Vorstellung der AG in den einzelnen Klassen, neue Mitglieder wurden zu AG-Treffen eingeladen und viele Ideen für verschiedene Aktionen wurden gesammelt.

Projekte stehen in den Startlöchern

„Im kommenden Schuljahr wollen wir nun größer und endlich auch deutlich aktiver werden. Dazu werden wir auch auf anderen Ebenen agieren“, sagt Umezulike. Das solle zum Beispiel durch Info-Veranstaltungen zu Klimaschutz im Alltag, politischem Engagement in Form von Vorträgen und Diskussionen sowie mit weiteren Projekten möglich werden, um das Rüthener Gymnasium noch klimafreundlicher zu gestalten.

„Sicher werden wir auch noch weitere Mitglieder gewinnen, mit denen Ideen entstehen“, berichtet Umezulike.