{"id":7474,"date":"2021-10-12T11:08:26","date_gmt":"2021-10-12T09:08:26","guid":{"rendered":"https:\/\/www.fsg-ruethen.de\/fsg\/?p=7474"},"modified":"2021-10-12T11:10:58","modified_gmt":"2021-10-12T09:10:58","slug":"individuelle-foerderung-im-neuen-integrationsraum","status":"publish","type":"post","link":"https:\/\/www.fsg-ruethen.de\/fsg\/individuelle-foerderung-im-neuen-integrationsraum\/","title":{"rendered":"Individuelle F\u00f6rderung im neuen  Integrationsraum"},"content":{"rendered":"\n<h2 class=\"wp-block-heading\">Tageszeitung &#8222;Der Patriot&#8220; vom 11.10.2021 \/ Jill Frenz<\/h2>\n\n\n\n<p>Sch\u00fcler mit unterschiedlichem F\u00f6rderbedarf k\u00f6nnen am Friedrich-Spee-Gymnasium im gleichen Raum zusammen lernen. M\u00f6glich macht das der sogenannte \u201eLakritz\u201c-Raum, der verschiedene Bed\u00fcrfnisse integrieren soll. Judith Kost und Marion Schniedermeier haben sich f\u00fcr die Umsetzung des kreativen Konzepts im Gymnasium eingesetzt.<\/p>\n\n\n\n<p>Noch hat der neu konzipierte Raum im unteren Geschoss der Schule noch keine T\u00fcr, die letzten Arbeiten werden hier derzeit noch abgeschlossen.<\/p>\n\n\n\n<p>In den Raumnischen sitzen trotzdem schon Sch\u00fcler, die konzentriert in Kleingruppen an einer Aufgabenstellung arbeiten. Leonard, Phil und Linus schauen etwa gemeinsam in ein Lehrbuch und beratschlagen die korrekten L\u00f6sungen. Was die Gruppen in den anderen Nischen diskutieren, bekommen sie dabei gar nicht mit, denn der Schall wird stark ged\u00e4mpft und jede Gruppe kann f\u00fcr sich an der jeweiligen Aufgabe arbeiten.<\/p>\n\n\n\n<p>Dieses Raum-im-Raum-Konzept haben sich die Lehrerinnen Judith Kost und Marion Schniedermeier \u00fcberlegt. Den ehemaligen Religionsraum, der einmal mit dunklem Holz vert\u00e4felt war, haben sie zum hellen Unterrichtsraum f\u00fcr integriertes Lernen umgestaltet.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Sch\u00fcler individuell integrieren und f\u00f6rdern<\/h3>\n\n\n\n<p>Die Schulgemeinschaft hat dem neuen Ort den Namen \u201eLakritz-Raum\u201c gegeben. Lakritz, das steht als Abk\u00fcrzung f\u00fcr die W\u00f6rter Lernen, Arbeiten, Kollaborieren, Recherchieren, Integrieren, Treffen und Zusammen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn jeder Klasse gibt es Sch\u00fcler, die in speziellen Bereichen st\u00e4rker gef\u00f6rdert werden sollten\u201c, sagt Judith Kost. Dabei gehe es sowohl darum, Schw\u00e4chen auszugleichen, als auch St\u00e4rken weiter zu f\u00f6rdern. Nehme man diese Sch\u00fcler aber aus der Lerngruppe heraus und gebe ihnen gesonderte Aufgaben, w\u00fcrden sie stigmatisiert. Letztlich f\u00fchlten sie sich ausgegrenzt, was den Lernerfolg meist erschwere.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eIn unserem Lakritz-Raum k\u00f6nnen jetzt alle Sch\u00fcler gemeinsam lernen\u201c, berichtet Marion Schniedermeier. Viele kleine Nieschen sind im Raum integriert, Sch\u00fcler k\u00f6nnen sich darin individuell ihren verschiedenen Aufgaben widmen und werden so spezifisch gef\u00f6rdert. <\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>\u201eSo wird individuelles Arbeiten im Klassenverband m\u00f6glich\u201c, sagt Judith Kost.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Konzentriertes Lernen dank Raumkonzept<\/h3>\n\n\n\n<p>Jedes Unterrichtsfach hat im Lakritz-Raum ein eigenes Regal. \u201eMachen wir etwa gerade Deutschunterricht und ein Sch\u00fcler hat seine Aufgaben bereits erledigt, darf er sich auch gern ein Buch eines anderen Faches nehmen, um darin zu arbeiten\u201c, erl\u00e4utert Judith Kost. So lerne jeder Sch\u00fcler individuell nach Anforderungen und Bedarf. <\/p>\n\n\n\n<p>\u201eUnsere Sch\u00fcler motiviert diese Art zu lernen\u201c, sagt auch Marion Schniedermeier. Haben sie eine Aufgabe beendet, k\u00e4men sie stets selbstst\u00e4ndig zur Lehrkraft und fragten nach neuen Anweisungen.<\/p>\n\n\n\n<p>Sogenannte Fl\u00fcsterm\u00f6bel, also mit D\u00e4mm-Material \u00fcberzogene Holzbeine, verhindern ein lautes und st\u00f6rendes St\u00fchler\u00fccken und durch das Nischenkonzept ist es im Raum relativ still \u2013 obwohl in den Nischen teils angeregt in den Arbeitsgruppen diskutiert wird.<\/p>\n\n\n\n<p>Sch\u00fcler mit F\u00f6rderbedarf k\u00f6nnen sich in ihre eigenen Nischen zur\u00fcckziehen. Da sie so dennoch im gleichen Raum bleiben, werden sie nicht von der Lerngruppe separiert und f\u00fchlen sich weiterhin zugeh\u00f6rig.<\/p>\n\n\n\n<h3 class=\"wp-block-heading\">Pr\u00e4sentationsfl\u00e4chen und neue Medien<\/h3>\n\n\n\n<p>Seit Anfang dieses Schuljahres steht der Raum Lehrkr\u00e4ften und ihren Klassen zur Verf\u00fcgung. Mit 26 bis 28 Sch\u00fclern k\u00f6nnen dort Unterrichtsstunden verbracht werden. Vielerorts sind Pr\u00e4sentationsfl\u00e4chen integriert, an Tafeln oder mit Beamer k\u00f6nnen Lehrer ihre Inhalte visualisieren oder Sch\u00fcler ihre Arbeitsergebnisse vorstellen. Auch neue Medien kommen vielf\u00e4ltig zum Einsatz: Sch\u00fcler k\u00f6nnen Bluetooth-Kopfh\u00f6rer nutzen, um sich Texte anzuh\u00f6ren. \u201eInsbesondere im Engischunterricht wird das oft zum H\u00f6rverstehen genutzt\u201c, berichtet Marion Schniedermeier. Au\u00dferdem k\u00f6nnen im Raum Tablets f\u00fcr digitales Lernen verwendet werden. Durch QR-Codes k\u00f6nnen Sch\u00fcler zudem Informationen, Videos und Podcasts abgrufen oder etwa auf das Material aus den Fachschaften zugreifen.<\/p>\n\n\n\n<p>\u201eNutzbar ist der Raum auch zur Hausaufgabenbetreuung oder f\u00fcr Projektarbeiten\u201c, sagt Marion Schniedermeier \u2013 denn die Nischen eigneten sich optimal f\u00fcr Gruppenarbeiten, so die beiden Lehrerinnen.<\/p>\n\n\n\n<figure class=\"wp-block-pullquote\"><blockquote><p>Ein Bild vom neuen Raum k\u00f6nnen sich Interessierte am 6. November w\u00e4hrend dem Tag der offenen T\u00fcr im Gymnasium machen.<\/p><\/blockquote><\/figure>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Tageszeitung &#8222;Der Patriot&#8220; vom 11.10.2021 \/ Jill Frenz Sch\u00fcler mit unterschiedlichem F\u00f6rderbedarf k\u00f6nnen am Friedrich-Spee-Gymnasium im gleichen Raum zusammen lernen. 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