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Adventskalender 2020

Urkunde 200

Dritter Platz beim Schreibwettbewerb

Amelie Buschkühl unter den Besten im Kreis Soest

„Das habe ich mir aber anders vorgestellt…!“ – Bei der Auswahl des Wettbewerbsthemas hat die Jury, wie Ulli Potofski in der Videobotschaft zur Siegerehrung feststellt, „hellseherische Fähigkeiten“ bewiesen, denn die Schülerinnen und Schüler griffen in vielen der Geschichten den veränderten Alltag mit dem Virus auf. Doch auch andere Themen wurden gewählt, wie Amelie Buschkühls Geschichte „Ein schlammiges Unterfangen“ beweist, denn das Thema war von der Jury dabei bewusst offen gewählt worden, um den Teilnehmenden einen möglichst großen, kreativen Freiraum zu geben. Amelies spannende Geschichte über einen Ausritt, der anders verlief als geplant, hat die Jury überzeugt, sodass sie den dritten Platz in der Altersgruppe bis 12 Jahre belegte und einen Buchgutschein gewann.

Der Schreibwettbewerb für die weiterführenden Schulen im Kreis Soest fand in diesem Jahr bereits zum 16. Mal statt, und doch war es aufgrund der Corona-Situation ein besonderes Jahr: Auf eine feierliche Prämierung der Gewinnerinnen und Gewinner im großen Rahmen musste leider verzichtet werden und ihren Preis und ihre Urkunde erhielt Amelie per Post.

Die Siegerehrung kann als Videobotschaft im Internet abgerufen werden unter: www.kreis-soest.de/schreibwettbewerb.

Sämtliche eingereichten Geschichten zum Thema „Das habe ich mir aber anders vorgestellt“ sind unter diesem Link zu finden:

https://www.kreis-soest.de/bildung_integration/bildung/medienzentrum/schreibwettbewerb/Schreibwettbewerb.php.media/407967/Geschichtenbuch2020_web.pdf

Hier ist Amelie's Geschichte:

Ein schlammiges Unterfangen (Amelie Buschkühl)

An einem sonnigen Samstagmorgen beschlossen meine beste Freundin Mila und ich, einen langen Ausritt mit unseren Lieblingspferden Irima und Naxl zu machen. Während ich meine brave 29-jährige Araberstute Irima sattelte, platzte ich fast vor Aufregung. Mila und ich hatten einen besonderen Ritt vor uns. Wir wollten zur Möhne, einem Fluss ganz in der Nähe, reiten.

Gemütlich ritten wir einen Berg hinab. Irimas pechschwarzes Fell glänzte mit der Sonne um die Wette. Naxl ging eifrig voraus, als wüsste er schon, welch wunderschönes Ziel uns gleich erwartete.

Mila musste ständig Paraden geben und auf uns warten, da Irima nicht so schnell war.

Nachdem wir endlich an der Möhne angekommen waren, sprang ich von Irimas Rücken und sattelte meine süße Stute ab. Mila blieb lieber gleich auf Naxl sitzen, da er sich nicht so gut führen ließ. Um in den Fluss zu kommen, musste man erst einen steilen Abhang hinunterreiten.

Im Wasser schoss ich zuerst ein paar schöne Fotos von Mila auf Naxl, dem das Wasser schon bis zum Bauch reichte. Dann waren Irima und ich an der Reihe. Ich schwang mich auf Irimas Rücken. Sanft trieb ich sie an, indem ich ihr meine Fersen sanft in die Seiten drückte und mit der Zunge schnalzte. Langsam watete Irima in das kalte Wasser.

Gerade als Mila auf den Auslöseknopf der Kamera drücken wollte, passierte es: Irima erschreckte sich vor zwei auffliegenden Vögeln und galoppierte panisch los, sodass das Wasser nur so aufspritzte. Mein Herz klopfte mir bis zum Hals, als ich dann auch noch fast den Halt verlor. Erschrocken klammerte ich mich am Hals meiner Stute fest, woraufhin sie mit einem Satz ins Gebüsch am matschigen Ufer sprang. „Aaah, Hilfe Mila!“, rief ich entsetzt. Meine Freundin hatte jedoch gerade selber mit ihrem Pony Naxl zu kämpfen, der Irima und mir hinterherlaufen wollte.

Ängstlich ließ ich mich von meiner Stute gleiten, um mir das ganze einmal vom Boden aus anzusehen.

Ich erschrak. Irima sickerte immer tiefer im Matsch ein. „Es muss schnell etwas geschehen! Jetzt!“, schoss es mir durch den Kopf. Der Schlamm reichte meinem Pferd inzwischen bis zur Mitte der Beine und es atmete so schnell und laut wie noch nie. Erneut rief ich panisch nach meiner Freundin, die mit ihrem Pony am Zügel zu mir watete und dabei ihre Gerte verlor. Aber das war jetzt egal, alles war gerade egal! Alles außer Irima! Obwohl meine Stute inzwischen bis zum Bauch im Schlamm steckte, schaffte sie es, das erste Vorderbein aus dem Morast zu ziehen. Wir brauchten ganze 20 Minuten um die schwer atmende Irima aus dem dichten Gebüsch zu locken, da ihr der Weg zusätzlich durch einen dicken Ast versperrt wurde. Nun musste nur noch ich heraus. Meine Freundin nahm Irima als Handpferd und ich griff nach ihrem Arm. Mila trieb Naxl sachte vorwärts, sodass ich mit einem Schwung aus dem Matschloch gezogen wurde.

Eilig verließen wir den Fluss und ließen uns erleichtert auf die Wiese neben dem Fluss fallen. „Puh, diesen Ausritt habe ich mir aber anders vorgestellt!“, stöhnte ich außer Atem.

Urkunde 400

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