Bild 200 „Du bist, was du isst“

Erasmus+ Projekt am FSG geht erfolgreich zu Ende, neues Projekt steht bereits in den Startlöchern

Im vergangenen Monat endete das Erasmus+ Projekt des Friedrich-Spee-Gymnasiums und seiner europäischen Partnerschulen, das unter dem Motto „Du bist, was du isst – Ernährung zwischen Tradition, Konsum und Gesundheit“ stand. Zweieinhalb Jahre lang haben sich die 11 Schülerinnen der Erasmus+ AG und zwei Projektkurse der Q2 mit ihren betreuenden Lehrerinnen Marina Frey, Kathrin Kreft und Meike Rochna intensiv mit dem Thema Ernährung auseinandergesetzt, wobei sie im stetigen Austausch mit ihren Partnerschulen in Polen, Italien, Frankreich und der Türkei standen.

Erasmus+ ist ein Programm der EU, das Projekte europäischer Zusammenarbeit im Bildungsbereich fördert. Dabei befassen sich die Projekte mit Themen von aktueller europäischer Relevanz und haben das Ziel, das Miteinander und gegenseitiges Verständnis zu fördern. Im Fokus des Programms stehen Begegnungen von Schülerinnen und Schülern sowie ihren Lehrkräften, die von der EU finanziell unterstützt werden.

Trotz der Umstände des letzten Jahres war das Projekt zum Thema Ernährung, das im September 2018 an den Start ging, ein voller Erfolg. Nach den beiden Projekttreffen im April 2019 in Büyükçekmece (Türkei) und im November 2019 in Brioude (Frankreich) – wir berichteten –, war für März 2020 das dritte und abschließende Projekttreffen in Terlizzi (Italien) geplant. Hier sollten die Ergebnisse der ersten beiden Projektphasen zu traditionellen und aktuellen Ernährungsformen als Grundlage dienen, um sich mit einer gesunden und nachhaltigen Ernährung der Zukunft auseinanderzusetzen. Die Corona-Pandemie machte allen Beteiligten allerdings einen Strich durch die Rechnung, sodass das Treffen zunächst abgesagt werden musste. Doch das Erasmus-Team am FSG hat sich davon nicht entmutigen lassen, die Projektlaufzeit verlängert und das letzte Treffen schließlich virtuell nachgeholt.

Im Dezember, kurz bevor die Schulen coronabedingt wieder schließen mussten, haben die Projektpartner den vorbereiteten Ernährungsrat dann virtuell tagen lassen. Dabei versetzten sich die Schülerinnen und Schüler der beteiligten Länder in die Rollen verschiedener Interessensvertreter und diskutierten z. B. aus der Sicht einer polnischen Landwirtin oder einer italienischen Ernährungswissenschaftlerin innerhalb einer Videokonferenz die Frage, wie gesunde Ernährung und nachhaltige Lebensmittelproduktion zukünftig aussehen können. Auch wenn sie ein reales Projekttreffen in Italien der virtuellen Variante natürlich vorgezogen hätten, sehen die Schülerinnen sogar Vorteile. So nennt Fabienne Meschede z.B. „den geringen Organisationsaufwand des virtuellen Treffens und umweltschonende Aspekte“.

Aus dem virtuellen Planspiel sind nicht nur Forderungen an die EU-Politik hervorgegangen, sondern auch eine Vielzahl an Perspektiven und Konsequenzen für den persönlichen Umgang mit Lebensmitteln und Ernährung. „Wir sollten beispielsweise darauf achten, regionale Produkte zu kaufen und unseren Fleischkonsum reduzieren“, erklären die Schülerinnen der Erasmus+ AG. Diese und weitere Erkenntnisse sollen nun auch der Schulgemeinschaft am FSG zugänglich gemacht werden. „Sobald es die Situation wieder zulässt, werden die AG-Teilnehmerinnen das Planspiel in den Klassen und Kursen der Mittel- und Oberstufe anleiten und moderieren. Dadurch erhoffen wir uns eine Sensibilisierung für das Thema Ernährung und einen Austausch innerhalb der gesamten Schulgemeinschaft“, erklärt Koordinatorin Meike Rochna.

Die beteiligten AG-Schülerinnen sind sich auf jeden Fall einig. Das Erasmus-Projekt war ein voller Erfolg mit vielseitigen Erfahrungen, unvergesslichen Momenten und immer guter Stimmung. Und auch die Koordinatorinnen freuen sich bereits jetzt auf das nächste Projekt, denn der Antrag auf Finanzierung neuer Projekte wurde just in der letzten Woche vom Pädagogischen Austauschdienst der Kultusministerkonferenz bewilligt. Die Suche nach Projektpartnern in der EU kann also losgehen, erste Ideen für ein thematisches Dach gibt es bereits, sodass das neue Projekt nach Möglichkeit schon im nächsten Schuljahr an den Start gehen soll.

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