Bild1 200 Tageszeitung "Der Patriot" vom 1.071.2018 / Marcus Kloer

Musical „Kwela, Kwela“ überzeugt

Eine gelungene Aufführung von Rüthens jüngsten Gymnasiasten

„Mama Afrika“ – in die bezaubernde Welt des Kontinents und besonders seiner Tiere entführten die Voice Kids und das Schauspielhaus der fünften und sechsten Jahrgangsstufe des Friedrich-Spee-Gymnasiums (FSG) die Besucher mit ihrem Musical „Kwela, Kwela!“ und verliehen dabei nicht nur Zebras, Löwe und dem bunten Vogel mit viel Spiel- und Sangesfreude menschliche Stimmen. Das Stück gab auch eine Botschaft von Toleranz und Miteinander auf den Weg: Jedes Tier an seinem Platz trug dazu bei, die brenzliche Geschichte in dem Musical zu lösen.

Dabei war die Situation durchaus ernst: In der brütenden Hitze war den Tieren das Wasser ausgegangen und als König der Tiere hatte der Löwe King George zu einer Konferenz eingeladen, in der das große Orakel befragt werden sollte. Dass das Publikum dabei immer schön aufmerksam und nah an der Handlung blieb, dafür sorgten schon die humorigen Texte wie die Megaphon-Durchsagen des Lärmvogels Tebogo („Während der Konferenz ist es den Tieren verboten, sich gegenseitig aufzufressen“). Überhaupt war es erfrischend, wie selbstbewusst und freudig die jungen Schüler ihre Rollen lebten.

Das Orakel empfahl, ein Wasserloch zu graben, und mit vereinten Kräften stießen die Tiere auf das kühle Nass. Nach anfänglicher Freude stahlen Gespenster in der Nacht das Wasser und die Tiere mussten nochmals graben. Besonders ärgerlich waren sie auf den Buschhasen Tschipo, der lieber Flöte spielte, als den erschöpften Tieren zu helfen. So ging es zwei Nächte lang und erst als das Orakel vorschlug, Tschipo die dritte Nacht wachen zu lassen, erfuhren die Tiere, dass die Gespenster aus Langeweile Menschen erschrecken. Doch freuten sie sich an dem Flötenspiel des Hasen und stahlen dafür nicht mehr das Wasser. So war es eben der zuvor für seine Lebensweise gescholtene, der die anderen rettete.

Die jungen Sängerinnen und Sänger hatten mit Lehrerin Britta Schiller geprobt, wobei afrikanische Rhythmen und jazzige Elemente zu eingänglichen Melodien kombiniert das Publikum schwungvoll mit auf die Reise nahmen. Die szenische Leitung hatte Britta Wiegand-Claes und mit den jungen Schauspielern die Handlung und Pointen ausdrucksstark umgesetzt.

Dabei waren die meisten Rollen doppelt vergeben, damit in den Aufführungen am Freitag- und Samstagabend möglichst viele Schüler ihre Bühnenpremiere feiern konnten und den verdienten Applaus ernteten.

Fotos: Tobias Neumann (FSG)

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