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Auf den Spuren des Neandertalers

Ein Erfahrungsbericht der Q2 Bio LK's

Die Biologie-Leistungskurse der Jgst. Q2 von Frau Kühn und Herrn Emmerich (Koop-LK mit Warstein) starteten am 20.12.2019 eine Exkursion in das Neanderthalmuseum Mettmann. Dies sollte unsere neu erworbenen Fachkenntnisse zum Thema Humanevolution in diesem besonderen Museum vertiefen. Besonders, weil im Jahr 1856 im Neanderthal 40.000 Jahre alte Teile eines Neandertaler-Skeletts gefunden wurden und im Anschluss globale Berühmtheit erlangten.

Los ging es in der Steinzeitwerkstatt mit einem Workshop, in dem wir uns mit der Morphologie verschiedener Hominiden-Schädel befassten. Dabei konnten wir unsere Vorkenntnisse praktisch anwenden, denn in Kleingruppen erhielten wir unterschiedlichste Schädel, die wir nun anhand der morphologischen Kriterien in die Stammesgeschichte des Menschen einordnen sollten. Wichtige Kriterien, die auf den modernen Menschen hinweisen, sind etwa ein Gehirnvolumen von über 600cm³, ein ausgeprägtes Kinn, ein mittiges Hinterhauptsloch, keine ausgeprägten Überaugenwülste usw. Anschießend fanden sich alle Kleingruppen wieder zusammen. Dabei war die Devise, genau zu überlegen, denn der Teufel liegt im Detail.

Nachdem wir den Workshop erfolgreich abgeschlossen hatten, erfolgte eine Führung über den Neandertaler im Hauptgebäude des Museums. Was direkt ins Auge stach, war ein relativ kleiner Mann, der über die Balustrade blickte und auf seine Verwandten schaute. Er trug ein graues Jackett, ein graues Hemd und die grauen Haare waren perfekt gescheitelt. Dieser Mann ist eine exakte Nachbildung eines Neandertalers und somit auch einen zweiten Blick wert, denn durch die Kleidung wirkt er viel freundlicher und sieht dem Homo Sapiens täuschend ähnlich. Im Anschluss erfuhren wir etwas über die Nahrung, das Jagdverhalten und über ihre handwerklichen Fähigkeiten, wie z.B. das Erschaffen eines Faustkeils. Darüber hinaus erweiterten wir unser Wissen über die Vorfahren und die Ausbreitung des Neandertalers in Europa bis hin zu seiner Verdrängung durch den Homo sapiens.

Man wusste immer: Der kleine stämmige Neandertaler kann gut jagen, Feuer machen und somit sein Überleben sichern, aber besonders schlau ist er nicht. Klar war uns bereits aus den Vorkenntnissen aus dem Unterricht, dass das nicht so ist, doch durch diese Führung wurde uns nochmals deutlich, wie ähnlich und auch nah uns der Neandertaler steht. Denn es ist schon erstaunlich, dass in jedem von uns ca. 2-4% Neandertalergene stecken, welche uns bis heute vor einigen Krankheiten schützen. Auch beachtenswert ist, dass der Neandertaler bereits ein stark ausgeprägtes Sozialverhalten aufwies, denn die Neandertaler kümmerten sich umeinander und trauerten um ihre Verstorbenen, indem sie Bestattungsrituale ausführten. Zusammenfassend war diese Exkursion in Neanderthalmuseum äußerst interessant und vertiefte unser Wissen aus dem Unterricht durch praktische Erfahrungen der Steinzeitwerkstatt und eine informative Führung im Museum.

Von Jenny und Pia

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