Bild 200 Die Tageszeitung "Der Patriot" vom 6.07.2018 / Birte Schönhense

Wie die Weltmeister

Rüthener Abiturienten bei Entlassfeier verabschiedet

Das Aus kommt nicht unerwartet. Und für den einen oder anderen der 84 Rüthener Abiturienten – so gestanden sie es sich schmunzelnd selbst ein – war der Abschluss wie eine Weltmeisterschaft. Aber anders als bei der WM dominierten gestern bei der Abschiedsfeier statt Frust und Ärger vielmehr Rührung, Dankbarkeit und Zuversicht.

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Den Bogen zur Weltmeisterschaft, den hat in seiner Rede an die Abiturientia 2018 des Friedrich-Spee-Gymnasiums Schulleiter Heinfried Lichte geschlagen. Er rief die jungen Leute dazu auf, sich Leidenschaft und Wir-Gefühl zu bewahren: „Das sind beste Voraussetzungen, Ihre Träume zu verwirklichen.“

Leuchtender Höhepunkt in puncto Humor war zweifellos die Ansprache von Julia Schlief und Moritz Overkämping im Namen ihrer Mit-Absolventen. Sie erinnerten an verdächtig viel O-Saft bei Stufenfahrten, eine denkwürdige Weiberfastnacht und die skurrilsten Ausreden für Fehlzeiten. Auf Platz 1 lag übrigens der Holzhaufen, der den Weg durch die Haustür versperrte. Aber: „Wir sind sicher, dass wir alle unseren Weg finden werden“, auch dank der guten schulischen Ausbildung.

Stufenleiterin Monika Pickmeier galt großer Dank, den sie zurückgab. Ihre Stufe erfülle nicht das Vorurteil der angeblich passiven, ängstlichen Landjugend. Im Gegenteil seien viele Schüler politisch sehr interessiert.

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Bürgermeister Peter Weiken gratulierte und bescheinigte den Absolventen die Reife, künftig nicht in geistiger Genügsamkeit und Alltagsroutine zu verfallen. Von Taxidienst bis Trost berichtete Annette Herbst-Köller als Schulpflegschaftsvorsitzende aus dem Blickwinkel der Elternschaft. „Fragt nach, bleibt kritisch“, rief sie den Abiturienten zu und riet ihnen, weiter für Meinungsfreiheit und andere Grundrechte einzustehen.

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Zuletzt würdigten die Schülervertreter Alexa Hölscher und Paula Gockel jene acht scheidenden Schüler, die in der SV aktiv waren.

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Zwischendurch beeindruckten Schulorchester und -chor mit dramatischen und gefühlvollen Musikeinlagen.

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Natürlich gab’s die Zeugnisse. Heinfried Lichte zeichnete zehn Abiturienten mit 1 vor dem Komma aus, die Bestnote erreichten darunter Till Augustinowitz und Anton Rikus. Auch weitere besondere Leistungen in Deutsch, Chemie, Physik, Mathe und Philosophie wurden gewürdigt und einige Cambridge-Zertifikate verliehen. Anton Rikus stach dabei mit ganzen vier Auszeichnungen hervor.

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 Fotos: Tobias Neumann (FSG)

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