Der Patriot vom 21. Oktober 2013 / Helga Wissing

Leiter mit Leidenschaft und Augenmaß

Heinfried Lichte als neuer Leiter des Gymnasiums offiziell ins Amt eingeführt

RÜTHEN - „Ich weiß gar nicht, was ich sagen soll", gab Heinfried Lichte gleich zu Beginn seiner Rede mit einem entwaffnendem Lächeln zu. Doch dann fand der neue Schulleiter des Friedrich-Spee-Gymnasiums, der gestern im Rahmen einer Feier offiziell ins Amt eingeführt wurde, doch die passenden Worte. So wünscht er sich beispielsweise „eine starke Schulgemeinschaft, der es gelingt, die alltäglichen pädagogischen, organisatorischen und administrativen Herausforderungen konstruktiv zu bewältigen".

Zahlreiche Gäste waren in der Schulaula erschienen. Unter ihnen auch Bürgermeister Peter Weiken, der Dezernent der Bezirksregierung, Peter Josef Kurtenbach und Lichtes früherer Vorgesetzter, der ehemalige Schulleiter des Plettenberger Albert-Schweitzer-Gymnasiums, Hans Günther Lubeley.

Dass ihm in Rüthen mit seinem Vorgänger Dr. Bracht, der an diesem Tag leider verhindert sei, wieder ein „Hans-Günther" begegnete, wertete Lichte von Anfang an als gutes Omen. Da habe es sofort ein „gemeinsames Verständnis von Schule und Bildungsarbeit" gegeben und schnell sei ihm klar gewesen: „Da möchte ich hin!"

Dass so schnell ein Nachfolger gefunden wurde und noch dazu einer, „der mit Schwung und voller Energie bemüht ist, unsere gute Schule auf dem hohen Niveau zu halten", begrüßte auch Elternsprecher Gyso von Bonin. Dieser nahm, allerdings auch kein Blatt vor den Mund, als er kritisierte, dass die Schule immer mehr „zu einem überbürokratisierten Verwaltungsmonster verkomme" und manche Verwaltungsvorschriften gerade besonders engagierten Lehrern viel Kraft raubten. Dem neuen Schulleiter versprach er im Namen der Eltern, ihn nach besten Möglichkeiten zu unterstützen. Denn diese Aufgabe sei eine große Herausforderung.

Wie man eine solche Herausforderung annimmt, dafür hatte Peter Josef Kurtenbach, Dezernent der Bezirksregierung, in seiner Rede ein treffendes Zitat des bekannten Soziologen Max Weber parat: „(Politik) Schule leiten ist ein ,starkes langsames Bohren von harten Brettern mit Leidenschaft und Augenmaß zugleich'."

Dass der neue Schulleiter dieses „Augenmaß" besitzt, davon ist Bürgermeister Peter Weiken überzeugt. Er erinnerte in seiner Ansprache an die ersten Stellungnahmen Lichtes, als dieser die „attraktiven Vorzüge des Schulwesens und der Bildungsarbeit im ländlichen Raum" hervorgehoben habe. Weiken begrüßte unter anderem, dass für den neuen Schulleiter auch „schulische Inklusion" ein Thema sei.

Auch von seinen Kollegen darf Heinfried Lichte volle Unterstützung erwarten, wie Daniel Rikus versicherte, der für das Kollegium sprach.

Den sehr schönen musikalischen Rahmen der Veranstaltung bildeten die Schulchöre und das Schulorchester, das mit „Eye of the Tiger" einen eindrucksvollen Einstieg gab. Die Fachschaft Deutsch hatte sich einen amüsanten Auftritt einfallen lassen, mit Zitaten berühmter Menschen, von Goethe bis Einstein. Da durfte auch Hermann Hesse nicht fehlen: „Jedem Anfang liegt ein Zauber inne."

Heinfried Lichte freut sich über eine riesige Schultüte, die von den Schülern aller Stufen mit persönlichen Geschenken befüllt wurde: Vom Mini-Golfplatz fürs Büro über Wollsocken gegen „kalte Füße" bis zum Fan-T-Shirt seiner Lieblingsfußballmannschaft. -  Foto: Wissing

 

Der neue Schulleiter mit einigen seiner Festgäste: v.l. stellv. Schulleiter Dr. Ottmar Goy, Heinfried Lichte, Dezernent Peter Josef Kurtenbach und Bürgermeister Peter Weiken.  -  Foto: Wissing

 

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