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Foto2 600 Tageszeitung "Der Patriot" vom 26.03.2021 / Birte Schönhense

Gymnasium plant Integrationsraum

Das Friedrich-Spee-Gymnasium will neue Wege bei der Integration von Schülern mit Migrationshintergrund gehen. So wird demnächst ein sogenannter Integrationsraum eingerichtet. Ziel ist, dass im Klassenverband gemeinsam gelernt wird – auch im Austausch der Kulturen.

Den Raum, der einmal der Integrationsraum werden soll, besichtigten am Donnerstagabend die Mitglieder des Bildungsausschusses. In der anschließenden Sitzung stimmten die Politiker einstimmig für das Projekt und ebneten damit den Weg für die Beantragung von Fördermitteln.

Zuvor begrüßten die Deutschlehrerinnen Judith Kost und Marion Schniedermeier die Politiker in Raum N06. Dieser liegt im Untergeschoss direkt neben der Schulbibliothek „Eselsohr“ – nicht durch Zufall, wie die Politiker erfuhren. Bisher wird er als Religionsraum genutzt. Doch die Fachschaft Religion wird neue Räumlichkeiten bekommen, denn hier soll der Integrationsraum eingerichtet werden.

Kinder mit Recht auf Alphabetisierung

Hintergrund sind jene Schüler, die Deutsch nicht als Muttersprache beherrschen. Wie Schulleiter Heinfried Lichte erläuterte, werden beispielsweise anerkannte Flüchtlingskinder umgehend schulpflichtig. Teils sprechen sie kaum Deutsch, teils nur gebrochen Englisch, teilweise sei zunächst auch gar keine sprachliche Kommunikation möglich. Das Gymnasium ist daher gefragt, die Schüler zu integrieren und in vielen Fällen auch zu alphabetisieren. Dazu sei bisher eine externe Lehrkraft beschäftigt worden, die die Kinder bis zu zwölf Wochenstunden unterrichtet hat: „Deutsch als Zweitsprache“ steht für diese Kinder dann auf dem Stundenplan. Dann werden sie aus ihrem Klassenverband genommen – während die deutschen Schüler Bio- oder Matheunterricht haben, geht es für die Integrationskinder in einen Klassenraum in den Altbau. Zwei Jahre lang bestehe das Recht auf solch einen Sprachlehrgang. „Das heißt aber konkret ausgedrückt, dass die Schülerinnen und Schüler nur in einer von zwei Bio-Stunden in der Woche da sind – also fast in der Hälfte der Zeit, nämlich in zwölf von 30 Stunden, aus ihrer eigenen Klasse gerissen sind“, so Lichte. Eine unbefriedigende Situation für das Gymnasium, gelinge die soziale Integration doch am besten im Klassenverband.

Künftig sollen – soweit möglich – also die Integrationskinder in ihren Lerngruppen belassen werden, gemeinsam und mit einer zweiten Lehrkraft den Integrationsraum aufsuchen, wo jeder am eigenen Projekt, aber doch gemeinsam arbeite. Der Raum könne als sogenannte Ressource von den Lehrern gebucht werden – da sei jede Fachschaft gefordert, betont Lichte.

In einem regulären Klassenraum wäre das Konzept problematisch, daher wird der Integrationsraum auch ganz anders eingerichtet: Tische und Stühle werden ersetzt durch sogenannte „Flüstermöbel“, also im Raum lose verteilte Sofaecken, an denen in Kleingruppen gearbeitet werden kann. „Unsere Idee war eine Raum-in-Raum-Möglichkeit“, verrät Marion Schniedermeier, die das Projekt mit erarbeitet hat. 24 Schüler teilen sich einen Raum, aber jeder arbeitet an seiner individuellen Baustelle. Kleine Nischen sollen entstehen, gleichzeitig aber mittig auch größere Tische, wo die Schüler wiederum zusammenkommen können. Ganz wichtig ist dem Gymnasium dabei auch der Austausch der Kulturen. Unterstützt wird das durch verschiedenste Medien, darunter Wörterbücher, die hier ausgestellt werden sollen. Jede Fachschaft dürfe hier zum eigenen Themenschwerpunkt recherchieren. Ursprünglich war gar ein Durchbruch zur Bibliothek geplant; aber auch so bietet sie gute Kombinationsmöglichkeiten. Lichte nennt in einer Stellungnahme technische Ausstattung mit Tablets, Spracherkennungssystemen und Touch-Screens, die auch beim Deutschlernen helfen sollen. Auch Hausaufgabenbetreuung soll hier möglich sein, ohne dass schnellere Schüler andere vom Arbeiten ablenken können. Abgerundet wird alles durch Präsentationsmöglichkeiten wie Tafeln.

Ziel ist eine andere LernAtmosphäre, ein Ort von Begegnung, Austausch und Präsentation. Die Anmeldesituation im Februar, teilt Schulleiter Lichte mit, habe die Schule darin bestärkt, das Projekt voranzutreiben. Maximal 30 000 Euro sollen dafür aus Integrationsmitteln des Landes kommen. Der große Wunsch der Beteiligten: Eine Umsetzung schon zum neuen Schuljahr – zumindest mit der Grundausstattung.

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Noch zeugt das Kreuz vom Reli-Raum: Lehrerin Marion Schniedermeier zeigt den Politikern den Entwurf.

Fotos: Schönhense

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Stühle und Pulte werden bald abgelöst: Der neue Integrationsraum soll über Nischen mit Sitzecken, aber auch Tischen (grün) für die Gruppenarbeit verfügen.

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