Menschliche Abgründe am FSG

Theaterprojekt der Speezialisten steht kurz vor der Aufführung

Zwischenmenschliche Beziehungen – allgegenwärtig, unausweichlich, unwiderstehlich. Ob in der Familie, am Arbeitsplatz oder in der Freizeit: Ständig ist man von Mitmenschen umgeben. Das kann bereichernd und herausfordernd, manchmal belastend oder auch absurd sein. Beziehungen sind extrem facettenreich – und deswegen stets willkommener Stoff für Theatertexte.

Dies hat auch der Literaturkurs des Friedrich-Spee-Gymnasiums in Rüthen erkannt. Die 11 Oberstufenschüler und -schülerinnen befinden sich in der heißen Probenphase für den diesjährigen Theaterabend. Unter dem Motto „sich finden – sich binden – sich winden“ tragen sie am 9. und 10. Juni in der Alten Aula des FSGs Texte und Szenen rund um den Aspekt der menschlichen Verwicklungen vor.

Sie werfen dabei einen satirischen Blick auf diverse Beziehungsszenarien: den nicht immer reibungslosen Alltag bei Ehepaaren, die Gewaltfantasien eines gefeuerten Topmanagers bezüglich seines Ex-Chefs oder Generationskonflikte innerhalb der Familie. Grundlage für das Programm sind kurze Theatertexte und Gedichte u.a. von Kurt Tucholsky, Joachim Ringelnatz, Wilhelm Busch, Urs Widmer und Alan Ayckbourn.

„Wir wollten das Thema möglichst vielseitig betrachten und haben uns deshalb für ein abwechslungsreiches Programm und nicht für ein geschlossenes Drama entschieden“, sagt Claudia Gallagher, Lehrerin am FSG, die zusammen mit ihrem Kollegen Andreas Dierkes den Literaturkurs leitet. Hinzu komme die große Spielfreude und Kreativität der Kursteilnehmer, welche durch Festlegung auf eine einzige Rolle in einem Theaterstück möglicherweise nicht ausreichend gezeigt werden könne. „Jetzt kann ein Schüler einen griesgrämigen Bauern, einen unglücklich Verliebten, einen gereizten Teenager und einen entlassenen Manager mit Vaterkomplex spielen – alles an einem Abend!“ Dabei werden neben dem „normalen“ szenischen Spiel weitere Spielweisen und Theatertechniken eingesetzt, die im Laufe des Schuljahres erprobt wurden, zum Beispiel das chorische Sprechen, Standbilder, Pantomime oder der Dialog, der ausschließlich aus Regieanweisungen besteht.

Man kann sich also auf eine unterhaltsame Vorstellung freuen, bei der die Zuschauer möglicherweise das ein oder andere Beziehungsmuster wiedererkennen.Beginn der Aufführungen ist jeweils 19:30 Uhr, Karten können unter der Nummer 02952/1583 im Sekretariat des Gymnasiums vorbestellt werden.

 

 

 

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