Fachschaft Kunst setzt auf "Begegnungen"

Ausstellung in der Sparkasse Rüthen

Begegnungen, so lautet das diesjährige Motto der traditionellen Kunstausstellung des Friedrich - Spee - Gymnasiums. Die Begegnung im zwischenmenschlichen Bereich, mit fremden Welten und diversen Materialien, aber auch mit der Bilderwelt unterschiedlichster Künstler bestimmen die vielfältigen Arbeiten der Schülerinnen und Schüler. Sie bieten sowohl einen überzeugenden Einblick in die Fantasie und Kreativität, als auch in die Fachkompetenz im Umgang mit den unterschiedlichsten Materialien und Gestaltungstechniken.

 

In der Jahrgangsstufe 5 standen Farbkontraste und Farbfamilien im Mittelpunkt verschiedenster bildnerischer Auseinandersetzungen.
Begegnungen auf fremden Planeten führten diese Jahrgangsstufe nicht nur zu außergewöhnlichen Pflanzen und Blumen, die sie mit Feinschreiber und Buntstiften filigran mit kreativen Mustern und Strukturen entwarfen, sondern auch zu den „Marsianern“. Diese passen sich perfekt an die Temperaturunterschiede an und speichern Wärme bei Tag und Kälte bei Nacht. Fantasievolle Formenvielfalt trifft auf eine breite Palette an kalt und warm empfundenen Farbtönen, die zueinander im Kontrast stehen.

Monochrome Landschaften in expressiver Malweise führen zu ungewohnten Seh-Eindrücken : ein unbekanntes Flugobjekt hatte Wiesen, Felder und Berge in blaues, grünes oder rotes Licht getaucht.

In der Begegnung mit der Bild- und Lebenswelt des Künstlers Friedensreich Hundertwasser wurde die Spirale als ein zentrales Symbol erkannt .Vor diesem Hintergrund entstanden eigene spiralförmige Bilder, die die Fantasie des Betrachters in neue Bildwelten führen.

Die Jahrgangsstufe 6 begegnet in besonderer Weise ungewohnten Materalien für die künstlerische Gestaltung. Seife und Straßenmalkreise werden für Schnitzarbeiten genutzt um Schildkröten und Totempfähle entstehen zu lassen. Die Empfindlichkeit des Materials erfordert hierbei eine besonders hohe Konzentration. Denn es gilt das Motto: Was weg ist, ist weg!
Ebenfalls ungewohnt ist die Nutzung von CDs als Druckstock. Der Tonträger wird zum Bildträger und filigrane Pflanzenwelten und Begegnungen im Weltall müssen sich der runden Form anpassen.

Weiterhin begegnete diese Jahrgangsstufe der Sprache in ungewohnter Weise: Buchstaben wurden zu Bildern und setzten sich zu Begriffen wie „Ekel“, „Fantasie“, „Traum“ oder „Angst“ zusammen.

Für die Jahrgangsstufe 8 waren intensive Studien zu Körperproportionen und Bewegungsmustern Voraussetzung, um die Begegnung von Menschen auf den unterschiedlichsten Feierlichkeiten anschaulich darzustellen.

Der Kontakt mit der expressionistischen Malerei der klassischen Moderne und den 'Neuen Wilden' führte sie weiterhin zu ausdruckstarken farblichen Arbeiten, in denen Formvereinfachung und eine übersteigerte oder verfremdete Farbgebung dazu dienen, Emotionen und Stimmungen besonders zu betonen.

20 Jahre nach Christos Reichstagverhüllung ging der Differenzierungskurs Kunst und Gesellschaft der Jahrgangsstufe 9 auf die Suche nach neuen Objekten, um eine mögliche Verhüllung in kleinen Modellen anschaulich und schmackhaft zu machen. So begegnet uns sowohl Bekannntes wie das Brandenburger Tor in Berlin oder die Julisäule in Paris, als auch der Rüthener Wasserturm in einem neuen Gewand, einer neuen ästhetischen Gestalt.

Die Vergänglichkeit des Lebens begegnete der Stufe EF nicht nur in bekannten Vanitas-Stillleben, sondern auch in der Auseinandersetzung mit der Gestaltung eines eigenen. So spielt auch heute noch der Schädel in der Bildgestaltung eine zentrale Rolle für die Thematisierung des Vergehens, eingebettet in Gegenstände der Alltagswelt.

In der Stufe Q1 begegneten die Schülerinnen und Schüler sich selbst oder ihren Mitschülern: Das Porträt bildete hier den roten Faden. Durchaus naturalistische Zeichnungen mit extremem Gesichtsausdruck – inspiriert von Rembrandts Druckgrafiken um 1630 – sind mit feiner Schraffur gezeichnet. Einen expressiven Gegenpol bilden schnell gearbeitete Kohlezeichnungen. Aspekte der analytisch-kubistischen Sichtweise erarbeiteten sich die Gymnasiasten mit Porträts, in denen sie das menschliche Gesicht in geometrische Formen und Fassetten auflösten. Höhepunkt der Porträtentwicklung bilden Bilder, in denen erprobt wurde, wie weit man Einzelelemente des Gesichts verschieben und abstrahieren kann und trotzdem ein Antlitz – womöglich noch mit individuellen Zügen – erkennbar ist. Diese Arbeiten erinnern an Frauendarstellungen von Picasso.
Begegnungen - ganz wörtlich genommen erscheinen sie in Arbeiten aus der Q2. Überschlanke Figuren aus Draht und Gips abstrahieren den menschlichen Körper fast zu Linien im Raum. Gleichzeitig zeigen die Figuren ein Zusammentreffen ganz gegensätzlicher Welten: arm und reich, männlich und weiblich oder selbstbewusst und eingeschüchtert.

Die Fachschaft Kunst:

Gaby Schröder
Britta Wiegand-Claes
Kim Puzicha
Dr. Ottmar Goy
Stephan Wiedemann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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