FSG-Kunstkurse sorgen für "Irritationen"

Ausstellung in der Sparkasse

Unter diesem Motto fand die diesjährige Ausstellung der Kunstkurse des Friedrich - Spee-Gymnasiums in der Sparkasse Rüthen statt. Bewusst wurde alten Sehgewohnheiten und gängigen Bildvorstellungen nicht entsprochen, so dass der Blick auf Neues und Ungewohntes gelenkt werden kann. Kreativität, Fantasie und fachliche Kompetenz der Schülerinnen und Schüler bieten dem Betrachter einen breitgefächerten Einblick in die Bildwelt der Irritationen.

In der Jahrgangsstufe 5 standen Farbkontraste und Farbfamilien im Mittelpunkt des Unterrichts.

Monochrome Landschaften in Violett, Gelb oder Blau und in expressiver Malweise gemalte Blumen im Komplementärkontrast führten zu ungewohnten Seh-Eindrücken.

Irritiert wird der Betrachter auch beim Anblick der Riesenfliege „Eleonore“, die durch die heimische Umgebung wandert und mit ihren Haftfüßen vorsichtig über das Hachtor und das FSG in Rüthen oder durch Belecke, Anröchte oder Sichtigvor schreitet. Die grafischen Feinschreiber-Arbeiten der 5-er weisen bei der Darstellung der Fliege und der geografischen Erkennungsmerkmale viel Liebe zum Detail auf, sodass die Städte und Dörfer oft auch ohne das „Ortsschild“ zu erkennen sind.                                                                          

Der Blickwinkel dieser Jahrgangsstufe führte aber auch in die Tiefe des Erdreichs. Die verschiedenen Erdschichten halten Gegenstände aus den unterschiedlichsten Zeiten verborgen und sorgen bei Bauarbeiten für manche Irritation. Je tiefer die Grabung, umso älter und fremder sind die Fundstücke.

Sonderbare Wesen der unterschiedlichsten Art standen für die Schülerinnen und Schüler Jahrgangsstufe 6 im Vordergrund. Einerseits wurden sie durch das „Rhinocerus・ von Albrecht D・er dazu angeregt, vielf舁tige grafische Muster zu entdecken. Mit einem kleinen Teil der abgebildeten Druckgrafik hatten sie ein ganz eigenes Tier entstehen lassen und dabei neue Muster aus Punkten, Linien und Flächen entwickelt sowie Vorgegebenes weitergeführt. Andererseits experimentierten sie zum Thema “Frottage“ mit unterschiedlichen Oberflächenstrukturen, die sie zu Fabeltieren und außerirdischen Wesen zusammensetzten.

Paul Klees sonderbares Wesen aus dem Jahre 1940, bekannt unter dem Titel ‚Durchhalten’, war für die Jahrgangsstufe 7 der Ausgangspunkt  für ein neues fantasievolles Bildgefüge in einer teils sehr befremdlichen Welt. So irrititiert dieses Wesen die Besucher zum Beispiel  in einem Tierpark   oder es wird eingereiht in die Familie der Simpsons.

Ebenso irritierend wirken nicht nur die von dieser Jahrgangsstufe farbenfroh gestalteten Maschinenwelten mit riesigen Zahnrädern, Röhren und besonderen Funktionen, sondern auch die ungewohnten  Schuhverfremdungen, bei denen  Turnschuhe zu Fahrzeugen umgestaltet wurden oder sich als Fische oder Boote im Wasser tummeln.

Für die Jahrgangsstufe 8 stand  der Mensch und der ihn umgebende Raum  bei verschiedensten Aufgabenstellungen im Zentrum  der künstlerischen Auseinandersetzung. 

Nach intensiven Studien zu Körperproportionen und Bewegungsmustern wurden diese Erfahrungen sowohl zeichnerisch als auch plastisch umgesetzt. Neben der grafischen Darstellung von Menschengruppen in einer überdimensionierten Umgebung entstanden Fantasiewelten aus Pappmaschee  in Reliefform.

Ebenfalls hat diese Jahrgangsstufe Malereien expressionistischer Kunst der klassischen Moderne auf ihre künstlerischen Gestaltungsmittel hin befragt. Es zeigte sich z.B., dass u.a. eine starke Formvereinfachung oder eine übersteigerte und verfremdende Farbgebung als ausdruckssteigernde Mittel dienen, um eine Emotion, einen Charakter oder eine Idee zum Ausdruck zu bringen.

Inhaltlich hatten sich die Schülerinnen und Schüler ihr Thema selbst gewählt. Viele beschäftigten sich mit Porträtmalerei oder Sport.

Personen des bekannten Weberzyklus von Käthe Kollwitz setzte der Differenzierungskurs der J'stufe 8 in eine neue, befremdende Umgebung und regt somit zu Nachdenklichkeit und Kritik in anderen Bereichen an.

Vor dem Hintergrund ihrer ursprünglichen Bedeutung gestaltete dieser Kurs weiterhin äußerst befremdende Masken. Ungewohnte Materialien, verschiedene Gestaltungsebenen und extravagante Formen irritieren den Betrachter nicht nur beim ersten Anblick.

Auseinandersetzungen mit sich selbst waren der Hintergrund der Werke der Schülerinnen und Schüler der Q1. Die sichere Beherrschung der naturalistischen Wiedergabe ihres Gesichts war dabei nur ein Teil der Anforderungen. Der andere bestand darin, durch experimentelle oder ganz gezielte Überarbeitungen Aspekte der Persönlichkeit in einem komplexen Porträt herauszustellen.

 

Die Fachschaft Kunst:

 

Gaby Schröder

Britta Wiegand-Claes

Dr. Ottmar Goy

Jens Meyer

Stephan Wiedemann

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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