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 « Vive l'amitié franco-allemande! »

Am Rüthener Gymnasium wird am Deutsch-Französischen Tag die Freundschaft gefeiert und mit Klischees aufgeräumt

Überraschung für die Schülerinnen und Schüler am FSG: Plötzlich ertönen aus den Lautsprechern die Stimmen von Emmanuel Macron und Angela Merkel. Macrons „Es lebe die deutsch-französische Freundschaft!“ und Merkels „Vive l’amitié franco-allemande!“ luden die Schulgemeinschaft ein, die bewegte Geschichte der Beziehungen beider Länder in einer Plakatausstellung kennenzulernen.

Dass die Beziehungen Deutschlands zu seinen Nachbarn so gut sind, empfinden wir heute als Normalität. Selten machen wir uns Gedanken darüber, dass dies auch ganz anders aussehen könnte. Umso wichtiger ist es deshalb, sich bei einem Blick in die Vergangenheit klarzumachen, dass diese guten Beziehungen das Ergebnis einer langen und sehr schmerzhaften geschichtlichen Entwicklung sind. An diese Tatsache erinnert jedes Jahr der „Deutsch-Französische Tag", der am 22. Januar, dem Jahrestag der Unterzeichnung des Elysée-Vertrages am 22. Januar 1963 durch Konrad Adenauer und Charles de Gaulle, stattfindet und der auch am Rüthener Gymnasium von der Fachschaft Französisch mit verschiedenen Aktionen gefeiert wird.
Der Französisch-Grundkurs der Q2 hat sich intensiv mit den deutsch-französischen Beziehungen auseinandergesetzt und eine abwechslungsreiche Plakatausstellung geschaffen. Sie zeigt anhand ausgewählter Etappen, die mit prägnanten Bildern und kurzen erläuternden Texten veranschaulicht werden, wie aus „Erbfeinden“ nach dem 2. Weltkrieg Freunde wurden.
Auch zahlreiche Karikaturen schmücken die Stellwände. Sie beziehen sich nicht nur auf die Politik, sondern gerade auch auf Klischees und Vorurteile, die immer noch vielfach das Bild der Nachbarn prägen. Beim Lesen von zwei ironischen Texten zu DEM Franzosen und DEM Deutschen wird den Jugendlichen klar: Die alten Klischees haben längst ausgedient, Deutsche und Franzosen sind sich heute ähnlicher denn je.

Das liegt sicherlich auch an den vielen Kooperationen zwischen den beiden Nachbarländern: Der deutsch-französische Fernsehkanal ARTE oder das Deutsch-Französische Jugendwerk werden vorgestellt. Besonders interessiert viele Schülerinnen und Schüler, dass diese Organisation auch Austauschmöglichkeiten im Freiwilligen Sozialen Jahr oder über das Brigitte-Sauzay-Programm unterstützt. Ein Jahr in Frankreich? Warum nicht? Die deutsch-französische Freundschaft scheint zu funktionieren...

Ein weiteres Highlight des Deutsch-Französischen Tages war der Internet-Teamwettbewerb des Institut Français, an dem sich in NRW insgesamt knapp 6000 Jugendliche verschiedener Lernniveaus beteiligten. Es galt, knifflige Fragen zu Frankreich und zur Francophonie, der französischen Sprache in der Welt zu beantworten. In Gruppenarbeit recherchierten den ganzen Vormittag über Lerner aus dem ersten Lernjahr (Französisch ab Klasse 8 als 3. Fremdsprache) und aus dem dritten Jahr Französisch (2. Fremdsprache ab Klasse 6) im Internet nach den richtigen Lösungen – natürlich in französischer Sprache! Und ihre Sprachkenntnisse wurden auch beim Hörverstehen getestet.
Auch wenn die Platzierung am Ende nebensächlich waren: Die Mädchen, die erst seit einem halben Jahr Französisch am FSG lernen, haben sich toll geschlagen und sind deshalb zu Recht stolz auf ihren 44. Platz. Félicitations!

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