Bild1 200 Paracetamol wie von den Profis

Chemie-Leistungskurs experimentiert bei Bayer

Ein Tag im Chemielabor? Lockeres Arbeiten! Schon falsch. Das Ergebnis sind es zwar „nur“ 35 Milligramm Paracetamol, einem Klassiker der Hausapotheken, aber auf einen entspannten Tag schaute keiner der neun Zwölftklässler des Rüthener Friedrich-Spee-Gymnasiums zurück. Viel Stehen und viel Laufen bei viel Arbeit lautete daher das Urteil der meisten FSGler. Gemeinsam mit Chemielehrer Jan Emmerich tauschten sie den gewohnten FSG-Chemieraum gegen die Bayer-Laborräume in Bergkamen – einem außerschulischen Lernort, an dem der Konzern Schülergruppen empfängt und für die Chemie zu begeistern sucht. Der „Chemie-Trupp“ wurde von alten Bekannten in Empfang genommen: Die ehemaligen FSG-Abiturienten Daniel Will und Anna Hölscher begleiteten den Chemiekurs während ihres Labortages.

Auf dem Lehrplan stand an diesem Tag die „Durchführung einer organischen Synthese von Paracetamol mit einer Dreihalskolben Rührapparatur.“ Für die Nicht-Chemiker: Die einzelnen Ausgangsstoffe des späteren Paracetamol werden über einen längeren Zeitraum und unter verschiedenen Temperaturen miteinander kombiniert, wodurch sie zu neuen chemischen Verbindungen reagieren. Und während im Unterricht häufig von vier Schülern an einem Experimentalansatz gearbeitet wird oder Lehrer Emmerich vorne am Pult ein einzelnes Experiment vorführt, stand an diesem Tag jedem Schüler eine eigene Apparatur zur Verfügung, so dass jeder experimentell arbeiten konnte. Eine technische Ausstattung, von der die meisten Schulen nicht einmal zu träumen wagen. „Gerade die Eigenständigkeit der Arbeit, aber auch die Verantwortung für die eigenen Materialien“, begrüßte Lehrer Jan Emmerich.

Das Bergkamener Bayer-Gelände blickt auf eindrucksvolle Entwicklung zurück: Heute präsentiert sich das Gelände bewusst transparent und lädt Schüler zum praktischen Arbeiten ein - auch um das mitunter arg antiquierte Chemie-Bild von einer unfalllträchtigen und gefährlichen Wissenschaft gerade zu rücken. Bei den Rüthener Zwölftklässlern kam genau das auch an: Die professionellen Arbeitsbedingungen, klare und interessante Inhalte sowie echte Labor-Atmosphäre bildeten den Rahmen für eine Chemiestunde, die so schnell kein Schüler vergessen wird.
Der Chemie-Labortag soll für die FSG-Schüler keine Eintagsfliege bleiben: Die Schule erarbeitet ein Laborlern-Konzept und knüpft hierfür ein Netzwerk zu verschiedenen Hochschulen, Instituten und Unternehmen.

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