Bild1 200 Am Nachmittag Requisite, am Abend Mutter Courage

Leistungskurs Deutsch besucht das Theater Paderborn

Von wegen Perückentheater! Und auch keine dicken Puderschichten. Keine Spur von gestelzten langatmigen Monologen auf der Bühne. Der Q1-Leistungskurs Deutsch nahm im Theater Paderborn unter die Lupe, wie modernes Theater 2017 trotz eines klassischen und vermeintlich alten Stoffs funktionieren kann.

Bertolt Brechts Antikriegsdrama „Mutter Courage und ihre Kinder“ wurde gegeben. Die Geschichte der dreifachen Mutter Anna Fierling, die mit ihrem Zugwagen als fliegende Händlerin den Heeren im Dreißigjährigen Krieg hinterherreist, um mit dem Verkauf ihrer Waren - von Schnaps bis Kleidung - ihren „Schnitt“ zu machen, ist bereits oft inszeniert worden. Die Neugierde beim Paderborner Publikum ist schnell geweckt. Anstelle des Planwagens steht ein schwarzes US-Straßenkreuzer-Cabrio auf der Bühne und wird insbesondere ersten Teil der insgesamt 160 Minuten langen Aufführung mit entsprechender Musik in Szene gesetzt. Und auch sonst ist auf der Bühne selten Zeit für Ruhe: Erschießungen, Misshandlungen und Verzweiflung angesichts eines Kriegsgeschehens, das offenbar alle menschlichen Skrupel außer Kraft setzt, nehmen das Publikum mit.

Die Schüler besuchten das Theater, da sie das Stück zuvor im Unterricht ausführlich behandelt hatten. Der Abitur-Lehrplan sieht hierzu die Auseinandersetzung mit einer Bühneninszenierung vor. Der Kurs entschied sich gegen die üblichen VHS- oder DVD-Versionen und bevorzugte den Besuch vor Ort.

Im Gegensatz zum restlichen Publikum waren die Rüthener Schüler bereits am Nachmittag am Paderborner Theater eingetroffen. Mitarbeiterin Katja Gramm führte den Kurs durch die Werkstätten, Probenräume – und bühnen sowie die Garderoben und den Kostümfundus und erläuterte umfangreich, wie viele Menschen im Hintergrund eines Theaters arbeiten, um Inszenierungen wie die der Mutter Courage auf die Bühne zu bringen: Schneidern, schreinern, malen – die Arbeit im Theater ist auch abseits des Bühnengeschehens echtes Handwerk. Oftmals für Idealisten, denn die Bezahlung ist nicht selten überschaubar.

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