Geographen aus der Kleinstadt unterwegs in Hamburg

Exkursion des Erdkunde LK's mit Wintereinbruch in der Hansestadt

Vom 7.11. bis 9.11. waren wir als Erdkundeleistungskurs der Q2 mit unserer Lehrerin Frau Gerstenberger sowie mit Frau Uennigmann als Verstärkung auf Exkursion in der größten Hafenstadt Deutschlands. Nach langer Vorbereitung und Planung war es nun endlich soweit. Früh am Montagmorgen trafen wir uns alle im Zug Richtung Münster, um von dort in den ICE nach Hamburg umzusteigen. Nach der ruhigen Zugfahrt kamen wir schließlich gegen 11 Uhr am Hauptbahnhof an und wurden von den eiskalten, nördlichen Temperaturen begrüßt. Dementsprechend bibbernd machten wir uns auf den Weg zu unserer Jugendherberge „Am Stintfang“ inmitten von St. Pauli, geführt von der ersten Kleingruppe des Kurses, die den Weg organisierte.

Nach einer kurzen Einweisung, dem Zimmerbezug und der Möglichkeit sich ein bisschen aufzuwärmen, ging es warm eingepackt direkt zur ersten Führung, der „U-Bahn Tour“, welche aber weniger im Untergrund stattfand als vorher vermutet. Am Jungfernstieg trafen wir auf unseren Guide, welcher uns in den nächsten drei Stunden durch Hamburg führte, um uns die verschiedenen Facetten der Stadt deutlich zu machen. Wir starteten zu Fuß in der City, erkundeten das Rathaus sowie den Börseninnenhof, während unser Guide uns über die Geschichte Hamburgs aufklärte. Weiter ging es ein kurzes Stück mit der U-Bahn und wir wurden durch ein wohlhabendes Viertel der Stadt geführt, welches vor allem zum Schanzenviertel im Kontrast steht. Deutlich gemacht wurde uns vor allem die Aufwertung der Stadt und die Folgen der Gentrifizierung, welche in Hamburg zurzeit deutlich zu beobachten sind. Da Stadtgeographie unser aktuelles Thema im Unterricht ist, war es interessant selbst durch eine Großstadt zu laufen und diese genauer zu untersuchen. Nach der ausgiebigen Tour waren wir alle sehr durchgefroren und machten uns auf den Weg um Stärkung für die nächste Führung am Abend zu finden: Streifzug durch St. Pauli. Um 20 Uhr ging es schließlich los und obwohl wir alle aufgrund der Kälte ein wenig unmotiviert waren, stellte sich die Führung als sehr lustig und interessant heraus. Wir lernten die Herbertstraße, die Reeperbahn und Kaschemmen St. Paulis kennen, die jedoch am Montagabend wenig besucht waren.

Als letztes kleines Highlight des Tages besuchten wir um 22 Uhr schließlich die Elbphilharmonie, welche direkt am Wochenende zuvor eröffnet worden war. Eine Stunde lang durften wir das schicke Gebäude von innen erkunden und den Anblick Hamburgs von ganz weit oben genießen. Durchgefroren und müde machten wir uns schließlich auf den Heimweg, da auch am Dienstag ein volles Programm auf uns wartete.

Am nächsten Tag traf uns bei dem Blick aus dem Fenster ein kleiner Schock, denn ganz Hamburg war eingeschneit. Umso dicker eingepackt machten wir uns schon um halb 9 auf den Weg zu unserer dritten Tour „Der Hafen für Fortgeschrittene – von Containern, großen Pötten und zerstörten Dörfern“. Knapp drei Stunden wurden wir im Schneegestöber zu Fuß, per Schiff und Bus durch die großen Hafenanlagen geführt und bekamen nähere Einblicke in deren Struktur und Geschichte. Gegen halb eins folgte unsere Mittagspause, nach welcher wir im Nachhaltigkeitspavillon am Magdeburger Hafen erneut zusammenkamen und die Ausstellung zur nachhaltigen Stadtentwicklung anschauten. Im Anschluss wurden wir noch durch die Hafencity geführt und auf die verschiedenen nachhaltigen Entwicklungen aufmerksam gemacht.

Nach dieser letzten Führung unserer Exkursion wurde uns der Abend zur freien Verfügung gestellt. Die meisten von uns fuhren erstmal zurück zur Jugendherberge um nach dem langen, kalten Tag kurz zu verschnaufen. Anschließend teilte sich unsere Gruppe, denn ein paar nutzten die Möglichkeit und besuchten ein Musical oder gingen Abendessen. Viele von uns stolperten im Anschluss über die Kirmes in Hamburg, bei welcher wir alle jedoch feststellten, dass sie uns nach der Allerheiligen Kirmes in Soest am Wochenende zuvor nicht beeindrucken konnte. Die Kälte trieb uns anschließend wieder zur Jugendherberge und so verbrachten wir den Rest des Abends dort.

An unserem letzten Tag in Hamburg bekamen wir die Aufgabe, in Kleingruppen verschiedene Stadtviertel Hamburgs zu erkunden und ihre stadtgeographischen Merkmale zu untersuchen, um in den folgenden Unterrichtsstunden Präsentationen aus unseren gesammelten Informationen zu gestalten. Es war interessant, wie viel einem auffällt, wenn man die Stadt bewusst betrachtet und nicht nur an allem vorbeiläuft.

Um 15.00 Uhr hieß es dann, das Gepäck schnappen und auf zum Hauptbahnhof, denn unser Zug Richtung Münster fuhr bald. Die Rückfahrt verlief sehr ruhig, denn wir waren alle müde und froh im Warmen zu sein. Dennoch war unsere Erdkundeexkursion ein voller Erfolg und es war hilfreich das Erlernte aus dem Unterricht live anwenden und sehen zu können. Neben dem Programm hatten wir auch so viel zu lachen und die Fahrt wird uns bestimmt lange in Erinnerung bleiben.

Vivienne Mühlhaus Q2

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