Zweiter Studien- und Berufsinformationstag am FSG wieder überaus erfolgreich

Oberstufenschüler erhalten aus erster Hand differenzierte Einblicke in die Studien- und Berufswelt

Am Freitag zu Beginn der dritten Unterrichtsstunde ist die altehrwürdige Aula in der dritten Etage des Friedrich-Spee-Gymnasiums bis auf den letzten Platz gefüllt. Man könnte jetzt eine Stecknadel fallen hören: Interessiert folgen die Oberstufenschüler und -schülerinnen der Jahrgangsstufen Q1/Q2 den informierenden Worten ihrer Lehrer Jan Emmerich und Barbara Kühle zum weiteren Ablauf des Studien- und Berufsinformationstages. Zum zweiten Mal hat die Mathematik- und Physiklehrerin diesen weiteren Baustein der Berufsinformation am FSG in Rüthen - in diesem Jahr mit der Unterstützung ihres Kollegen - organisiert und dazu 54 Referenten aus 33 unterschiedlichen Berufsfeldern gewinnen können. Diese stehen an einer Seite der Aula und begleiten nun ihre Schülergruppen in die für den Informationsaustausch vorbereiteten Räume des Gymnasiums, die sich quasi über das ganze Schulgebäude verteilen.

Während beispielsweise Sebastian Linke, Hauptmann der Luftwaffe, vielschichtige Einblicke in die Berufswelt bei der Bundeswehr gibt und den anwesenden Schülern und auch Schülerinnen (!) eloquent von unterschiedlichen Standorteinsätzen berichtet, bringt Dipl.-Ing. Anne Meyer-Heidel - vor ihr liegt ein Gebäude-Grundriss - den Anwesenden ihres Workshops den Architektenberuf näher. Gemeinsam mit Katharina Klegraf, die aktuell eine Ausbildung zur Bauzeichnerin mit Schwerpunkt Architektur absolviert, erläutert sie, was zum Beispiel bei der Planung eines Wohnhauses in Bezug auf Innen- und Außengestaltung zu beachten ist.

In einem anderen Kursraum berichtet zeitgleich Frau Dr. Sandra Müller-Steinhauer den Schülern kurzweilig und unterhaltsam von ihrer Tätigkeit als Oberstaatsanwältin bei der Generalstaatsanwaltschaft Hamm. Sie verweist stellvertretend für viele darauf, die Studien- und Berufswahl an den eigenen Interessen und Neigungen auszurichten. „Aber macht euch bewusst, dass man im Jurastudium sehr viel lesen und lernen muss. Außerdem erfordert die Aufarbeitung der einzelnen Fälle sehr viel logisches Denken, indem man die Gesetzestexte auf die einzelnen Situationen bezieht und anwendet.“

Besonders stark nachgefragt sind bei den Schülerinnen und Schülern in diesem Jahr die Berufsfelder Business Management/International Business, Psychologie und soziale Arbeit, auf der anderen Seite konnten aber auch „Kleinstgruppen" für ein bis drei Teilnehmer angeboten werden, in denen eine sehr individuelle Betreuung und Beratung erfolgte. Dieses war beispielsweise in den Studienrichtungen Physik, Politikwissenschaften und Tiermedizin der Fall. Im Vergleich zum Vorjahr konnten weitere Arbeitsbereiche von den Referenten - viele von ihnen sind auch ehemalige Schüler des FSG - angeboten werden, zum Beispiel Theater- und Politikwissenschaft, Physiotherapie, Archäologie und Materialdesign.

Im Vorfeld besaßen die Oberstufenschüler die Möglichkeit, sich per Formular auf der Schulhomepage für zwei Studien- und Berufsbereiche einzutragen, an deren Workshops sie am Freitag teilnahmen. Die Referenten hatten im Gegenzug vorab bereits kurze Beschreibungen ihres Studiums bzw. ihrer Ausbildung sowie ihres Berufes verfasst, die den Schülern dann vor der Wahl zugeschickt wurden, so dass diese wiederum die Möglichkeit hatten, sich im Vorfeld über die zu wählenden Bereiche genauer zu informieren. Eine weitere Neuerung im Vergleich zum letzten Jahr war die Ausweitung des Studien- und Berufsinformationstags, bei dem die Schülerinnen und Schüler bereits in den beiden ersten Stunden ein freiwilliges Angebot nutzen konnten: hier informierten und berichteten verschiedene Referenten über die Gestaltung des Übergangs von Schule und Berufsausbildung bzw. Studium beispielsweise durch ein freiwilliges soziales/ökologisches Jahr, Work and Travel, Au Pair sowie der Möglichkeit von Stipendien der Konrad-Adenauer- bzw. Friedrich-Ebert-Stiftung.

Insgesamt stellt der Studien- und Berufsinformationstag ein weiteres Modul der umfassenden Berufsberatung am FSG Rüthen dar, denn erst kürzlich wurde das Gymnasium erneut mit dem Berufswahlsiegel für vorbildliche Berufs- und Studienorientierung zertifiziert und ausgezeichnet.

Tobias Neumann

 Fotos: Tobias Neumann

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