Text: "Der Patriot" vom 25.06.2016 / Juliane Klug

FSG verabschiedet Abiturientia 2016

Feierliche Entlassfeier bei tropischen Temperaturen

Offiziell entlassen worden sind am Freitagmittag 77 Friedrich-Spee-Schüler. 73 von ihnen bekamen bei der Feierstunde in der Neuen Aula des Gymnasiums ihre Abiturzeugnisse überreicht, vier Schüler die für die Fachoberschulreife.

 

„Lass und lies“ – diese zwei Aufforderungen, die Peter Handke einst als wohl schönste der deutschen Sprache bezeichnete, gab Schulleiter Heinfried Lichte seinen Schülern mit auf den Weg. Das Lassen habe schließlich mit der Gelassenheit zu tun. Und egal ob jemand sie als Zustand, eine Haltung oder Handlung verstehe: Lichte wünschte jedem der Schulabgänger, dass er seine eigene Definition finde. „Lies“ wiederum sei das Schlüsselwort dafür, dass die Wahrnehmung offen sein kann für das, was hinter dem Horizont liegt.

„80 pubertierende Jugendliche zu händeln ist sicherlich kein Kinderspiel“, war sich Adina Danin sicher. Die Abiturientin dankte allen Lehrern für die Geduld mit der Schülerschar, dem – glaubt man dem Motto – „Zirkus Abigalli“. Auch wenn Schule Schüler hin und wieder nervt, so habe sie sie menschlich weitergebracht, einen entscheidenden Teil der Identität jedes Schülers gestiftet und einen Schutzraum dargestellt, sagte Adina Danin.

Stufenlehrer Marc Eigendorf forderte die Abiturientia auf, stolz auf sich sowie ihre Leistungen zu sein. Grund dazu hatten wohl besonders die 15 Schüler, die im Verlauf der Feierstunde für eine Eins vor dem Komma geehrt wurden. Die drei besten Entlassschüler waren Luise Steinhauer (1,0), Carla Schnelle (1,2) und Alexander Rinkowski (1,4). „Lasst euch bitte nicht einreden, euer Abitur-Zeugnis sei weniger wert als frühere oder ihr hättet etwas geschenkt bekommen“, sagte Stufenlehrer Eigendorf an die 16- bis 20-Jährigen gerichtet. Schließlich habe seine Generation (Abi-Jahrgang 2001) im Gegensatz zur heutigen Fächer wie Mathe im Abi noch abwählen können. Zudem habe er statt einer zentralen Prüfung die vom Fachlehrer gestellte meistern müssen – der vor dem großen Tag keinen Hehl aus seiner Schwäche für Goethe und Brecht gemacht habe. „Hört auf Kopf und Bauch gleichermaßen“, gab Eigendorf den jungen Menschen für ihren weiteren Werdegang auf den Weg.

Bürgermeister Peter Weiken rückte in seiner Rede die Reife in den Fokus. Weiken verdeutlichte, dass diese trotz der jetzt abgelegten Prüfung derselben ein lebenslanger Prozess sei. „Die eigentliche Freiheit liegt jetzt in der Wahl des weiteren Lebensweges“, so das Stadtoberhaupt. Für Gänsehaut sorgten der Oberstufenchor und das Orchester mit Liedern wie „We Are The World“, „Altes Fieber“ und Musiktiteln aus Filmen wie „Shrek“ und „Der Herr der Ringe“. Im Anschluss stieß das trotz der Hitze nicht etwa müde, sonder sehr klatschfreudige Publikum gemeinsam mit den Abiturienten auf das erfolgreiche Ende ihrer Schulzeit am Rüthener Friedrich-Spee-Gymnasium an.  

 

 

 

 

 

 

 

 

 

 

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