Der Patriot vom 22.06.2015 / Kristina Rückert

„Vielleicht kommen einige später zurück"

Abiturientia 2015 des Friedrich-Spee-Gymnasiums erhielt ihre Zeugnisse bei einer Feierstunde in der neuen Aula

Was macht den besonderen Zauber einer Abitur-Entlassfeier aus? Da sind die vielen stolzen Gesichter in der Aula, die frohe Stimmung, die guten (und weniger gelungenen) Reden, die Musikbeiträge und nicht zuletzt die Sprechblase, die über jedem Schülerkopf schwebt: „Endlich bin ich frei!" Diese Mischung machte sich auch am Freitagvormittag im Friedrich-Spee-Gymnasium breit, als 90 Abiturienten, ihre Familien und Lehrer zusammen kamen. „Abios Amigos", so hieß das Motto, das sich die Stufe gegeben hatte. Es stand aber im Gegensatz zum musikalischen Abschlussabend nicht im Mittelpunkt der Zeremonie. Von dem mexikanischen Lebensgefühl zeugten allein die Sombreros im Hintergrund der Bühne. Statt dessen bemühten sich die Redner, die Schüler auf den Ernst des Lebens vorzubereiten.

Schulleiter Heinfried Lichte sang das Loblied des Fair Play und der Teamfähigkeit. Beides hätte der „Kooperations-Jahrgang" vielfältig beweisen müssen – nicht nur bei gemeinsamen Kursen mit dem Warsteiner Gymnasium, sondern auch bei Projekten, Arbeitsgemeinschaften, Theater- und Musikgruppen sowie Schulsport und dem kulturellen Abend. Felix Pradel, der die obligatorische Festansprache des Lehrkörpers hielt, stellte die Tücken des Erwachsenenlebens in den Mittelpunkt seiner Rede. „Was einem keiner sagt: Es besteht aus Langeweile, Routine und Frustration."

Pradel bediente sich dabei der Unterstützung des großartigen David Foster Wallace und seiner bei der Entlassfeier eines US-College gehaltenen Rede „Das hier ist Wasser". Bürgermeister Peter Weiken erinnerte sich an seine eigene Entlassfeier, damals vor 24 Jahren. „Freiheit ist heute das dominierende Gefühl." Der neue Lebensabschnitt sei aber auch mit der Übernahme neuer Verantwortung und der Erfüllung neuer Leistungsansprüchen verbunden. Elternpflegschaftsvorsitzende Annette Herbst-Köller wandte den Blick auf die Zeit nach Studium und Berufsausbildung in der verlockenden Ferne: „Vielleicht kommen einige von euch später zurück, wir können junge und gute Leute in Rüthen gebrauchen."

Das Kontakthalten beschworen Andreas Radin und Joachim Rikus, die für die Stufe das Wort ergriffen. „Ich glaube nicht, dass unsere Gemeinschaft auseinanderbrechen kann." Mit einem Blumenstrauß bedankten sie sich bei Stufenleiterin Cornelia Boomhuis. Und nun noch die Fakten: 24 Schüler hatten eine Eins vor dem Komma. Mit einem Buchpreis des Fördervereins wurden geehrt: Franziska Gastl (1,5), Ann-Kristin Deuke (1,4), Lena Heise (1,3), Felix Sander (1,2), Marie-Sophie Schäferhoff (1,2), Joachim Rikus (1,1) und Katharina Eickhoff (1,1).

Für besondere Leistungen wurden ausgezeichnet im Fach Mathematik Katharina Eickhoff und Timo Köster, in Physik Patrick Dahlberg, in Chemie Katharina Eickhoff und Daniel Will, den Karl-von-Frisch-Preis (Biologie) erhielten Karl-Magnus Risse und Joachim Rikus.

Die Abiturientia 2015: Die besten der „Amigos", umrahmt von Schulleiter Heinfried Lichte (l.) und Stufenleiterin Cornelia Boomhuis (r.): Katharina Eickhoff, Joachim Risse, Marie-Sophie Schäferhoff, Felix Sander, Lena Heise, Ann-Kristin Deuke und Franziska Gastl (v.l.). Acht Jahre lang haben sie gemeinsam Höhen und Tiefen des Schulalltags gemeistert: Die Abiturientia 2015 des Friedrich-Spee-Gymnasiums. Fotos: Rückert

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